…unter neon-mondenschein

Posted On Januar 6, 2009

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Ich kann mich noch ziemlich genau erinnern, dass ich vor knapp 4,5 Monaten mit Anna zu McDonalds gefahren bin und dort ein Royal TS Maxi Menü gegessen habe. Nachdem ich alles genüsslich verzehrt hatte, erklärte ich noch einmal ganz ernsthaft, dass ich in Frankreich keine der geliebten Burger mehr essen würde.

Zu diesem Vorsatz kam ich, da ich damals in Montpellier wirklich 3 Monate ohne Fastfood auskam (mal abgesehen von einem einzigen Besuch bei Subway). Allerdings stellte ich bereits 2 Tage nach meiner Ankunft in Grenoble fest, dass ich ohne das goldene M nicht weit kommen werde. Abgesehen davon lebt man hier ja sowieso zwischen Sandwiche, Pommes und Döner. Es lebe das Fastfood!

Aber ich habe - wie soll es auch anders sein – auch in Sachen McDonalds einige Unterschiede zu Deutschland festellen müssen. Erstens heißt das hier McDo. Außerdem gibt es hier keinen Royal TS, dafür aber einen Royal Deluxe (olalah) mit einer supergeilen Senfsoße drauf. Zudem findet man auch noch eine wesentlich größeres Dessertangebot. Natürlich ist die Mousse au Chocolate ganz vorne mit dabei.

Das waren die Vorteile des französischen Schnellrestaurants, welches sich aber eher der Slow-Food-Bewegung zuordnen lässt. Natürlich herrscht auch bei McDo die französische Gelassen- und Langsamheit. Und wenn es nicht schon genügen würde, dass man aufgrund der Gemütlichkeit der Verkäufer länger auf sein Essen warten muss, so wird die Sache noch künstlich in die Länge gezogen. Etwa durch die Institution des 50-Euro-Beauftragten. Wer mit einem 50 Euro Schein bezahlt, der bekommt neben dem Wechselgeld auch noch ein Gratis-Spektakel: Der Kassierer schreit ”billet” (also Schein) und nach kurz oder lang erscheint ein Mensch aus dem Nichts. Dieser nimmt den Schein in die Hand, hält ihn gegen das Licht, nickt zustimmend, gibt den Schein zurück und verschwindet wieder.

Außerdem ist McDo ein interaktives Restaurant, denn man darf auch selbst etwas machen: Wer einen McFlurry bestellt, bekommt hier nicht ein durchgequirrltes Softeis mit feinen Ingredenzien, sondern ein Eis mit einem Schokoberg darauf und einem Becher auf dem steht: “Flurr it yourself”. Dieses Spaßfaktor kostet dann gleich mal 50 Cent mehr als in good old Germany.

Zuletzt sei auf den wichtigsten Unterschied hingewiesen: Die Öffnungszeiten. Während man in Deutschland bestenfalls einen 24/7 McDonalds findet (Stadtbergen, i miss u!), schließen die Türen hier bereits um 23.58 Uhr. Ihr versteht hoffentlich, dass dies für eine Partymaus ein unerträglicher Zustand ist. Ich bekomme hier nämlich nach dem Bar/Kneipen/Tanz-Abend keinen Cheeseburger mehr! Und selbst wenn man die Nacht mal durchmacht gibt es keinen Frühstücksburger, denn geöffnet wird erst wieder um 7.30 Uhr.

Wer sich jetzt denkt: “Na, dann geh doch zu Burger King”, den muss ich ebenfalls enttäuschen. Burger King gibt’s nicht!

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