wenn’s am schönsten ist…
… dann soll man bekanntlich aufhören. Nachdem das Erasmussemester nun vorbei ist, wird dies der vorerst letzte Eintrag auf dieser Seite.
Seit zwei Tagen bin ich nun wieder in Deutschland und habe mich schon wieder recht gut eingelebt. Leider habe ich vergessen mein Gepäck zu fotografieren, denn es war wirklich gigantisch. Mit einem Rucksack und einem Koffer (zusammen rund 40 Kilo) bin ich Ende August nach Frankreich gefahren. Nun haben wir die Türen unseres Kombis mit Ach und Krach noch schließen können, denn ich hatte wohl etwas viel eingekauft: 2 Koffer, ein Rucksack, ein Wäschekorb, 2 Müllsäcke voll Klamotten, eine Tasche und zwei Kartons plus die Skiausrüstung. Hoppla!
Nach etwas mehr als sechstündiger Fahrt, befanden sich Mum, Albert und ich dann auch schon in der Nähe von Augsburg. Allerdings legten wir noch eine kleine Rast in einem sehr gmütlichn boarischn Wirtshaus ein, damit ich nach unendlicher Zeit ne Flädlesuppe (für alle die das nicht kennen: des is Suppe mit Pfannkuchenstreifen drin) und überbackene Maultaschen essen konnte. Tags darauf wurde ich dann noch mit Weißwurschtfrühstück und nem feinen Schweinsbraten inklusive Knödel verwöhnt.
Auch wenn ich dem Abschied stehts sehr traurig entgegen sah, so muss ich doch sagen, dass ich am Ende sehr froh war, dass es wieder nach Hause ging. In den Monaten ist sehr viel passiert, ich habe mich (glaube ich zumindest) weiterentwickelt und fühle mich großartig, ich habe wundervolle Menschen getroffen und festgestellt, wie toll die Menschen sind, die mich in meinem Leben begleiten. Ich habe aber auch festgestellt, dass ich mir oft mein Leben selbst schwer gemacht habe und nun weiß, wo meine Prioritäten liegen.
Alles was ich mir für meine Zeit in Frankreich gewünscht hab, ist eigentlich auch in Erfüllung gegangen. Das Land habe ich von vielen Seiten kennengelernt, Städte gesehn und viel Neues erfahren. Ich bin Ski gefahren, habe leckerste Desserts geschlemmt, viele Partys gefeiert und bin in den Bergen gewandert. Und eigentlich war auch das Ende mit all seinen Tränen genau so, wie ich es mir gewünscht habe, denn das zeigte mir, dass ich wirklich auch eine handvoll Menschen in der Ferne gefunden habe, die Freunde für’s Leben werden könnten. Natürlich gab es auch die ein oder anderen negativen Erlebnisse, doch was sind all diese gegen die Eindrücke, Menschen und Gefühle die mir niemand mehr nehmen kann?
Viele haben es mir (scherzhaft) gewünscht und ich selbst habe auch immer wieder Witze darüber gemacht, den Traummann in Frankreich zu finden. Das ist nicht passiert, aber ich habe etwas viel besseres gefunden: mich selbst. Ich kann endlich wieder aus tiefstem Herzen sagen und fühlen, dass ich einfach glücklich bin.
In den letzten fünf Monaten habe ich immer versucht euch hier zu schildern, was mir passiert ist und euch ein paar der tollen Eindrücke und Gefühle verständlich zu machen. Ich danke euch dafür, dass ihr mich begleitet habt und ich immer wieder ganz liebe Nachrichten bekommen habe. Über die Willkommensgrüße habe ich mich natürlich besonders gefreut und werde sie ganz ganz schnell beantworten ;) Freue mich schon sehr auf die zahlreichen Wiedersehen und die Geschichten, die ich in meiner Abwesenheit verpasst habe.
Nun müsst ihr euch allerdings eine neue Schmöckerseite suchen, denn hier ist nun erst einmal Sendepause. In München bin ich zwar auch fleißig am Schreiben, doch da werd ich dafür bezahlt
Außerdem werde ich euch ja in Kürze wieder persönlich sehen – und das ist doch viel schöner, als so ne Internetseite zu durchstöbern. Löschen solltet ihr den Link aber nicht! Das Fernweh ist für den Moment zwar etwas gestillt, aber nicht geheilt. Spätestens wenn es im Oktober für mich nach Brüssel geht, gibt es wieder neue Abenteuer von der Pummelfee auf Welttournee.
Bis dahin! Bisous, Kisses und Danke für eure Aufmerksamkeit!
Januar 26, 2009