es weihnachtet sehr…

Posted On Dezember 21, 2008

Gespeichert unter Uncategorized

Comments Dropped eine Antwort

 Jaja. Heute ist schon der 4. Advent. Trotzdem mag bei mir noch immer nicht so rechte Weihnachtsstimmung aufkommen. Vielleicht liegt es daran, dass ich keine Weihnachtsdeko habe, vielleicht auch daran, dass ich keine Plätzchen und keine Lebkuchen essen kann. Andererseits könnte es auch daran liegen, dass es in Grenoble schon wieder keinen Schnee gibt und das auf dem Weihnachtsmarkt statt stimmungsvollen Oden und Gesänge nur komische Techno-Elektro-Schlager-CD’s zu hören sind.

Aber wenigstens kann man sich aufgrund der Skiverhältnisse, der neuen Ladenöffnungszeiten und den vielen blinkenden Lichtern doch sicher sein, dass Weihnachten vor der Tür steht.

Morgen kommt dann meine liebe Anja – das wird ein riesen Spaß. Danach kommen Anna, Angela, Lukas und Jule für Silvester – das wird der Knaller.

Was sich aber in den kommenden Tagen ereignet, das kann ich euch leider erst im neuen Jahr erzählen, denn Dank der Ferien ist jetzt erst einmal Internetnotstand bei mir ausgebrochen.

Ich wünsche euch allen ein ganz großartiges Weihnachtsfest, schöne und erholsame Feiertage und einen partyreichen Jahresausklang mit gutem Start in ein unschlagbares 2009. Ich hab euch lieb!

natürlich blond

Posted On Dezember 17, 2008

Gespeichert unter Uncategorized

Comments Dropped 2 Antworten

Vor kurzem war es nur eine Idee, doch heute präsentiere ich euch ein kleines aber (zumindest für euch) lustiges vorweihnachtliches Weihnachtsgeschenk: Nadines gesammelte und selbst erlebte Männersprüche aus Frankreich in deutscher Übersetzung und Geschichten rund ums andere Geschlecht aus dem westlichen Nachbarland. Natürlich alles jugendfrei. Viel Spaß!

Szene 1:
Eine anscheinend typische Bar mit Gogo-Käfig, strippenden Studenten und hundert Erasmusstudenten. Ein dicker Mensch in weißem durchschwitzten T-Shirt stellt sich mir in den Weg: „Gib mir ein Bussi, gib mir ein Bussi“. Das Entsetzen wird schnell durch Verwunderung abgelöst. Ein dünner Typ (vielleicht waren es „Dick und Doof“?) nähert sich von der Seite und schaut mich komisch an. Mir scheint ihm fällt der Kiefer herunter als er erstaunt folgenden Satz spricht: „Du bist ja blond“ und dabei meine Haare anfasst, als habe er so etwas noch nie gesehen.


Szene 2:

Die Eingangshalle vom Condillac. Ich hole meine Post ab und will meinen Studentenausweis vorzeigen (so macht man das hier). Der etwas skurrile und untersetzte Rezeptionist grinst mich an:

„Nein nein, so ein blondes Mädchen vergisst man doch nicht. Ich kenn dich schon lange.“
Er gibt mir meine Briefe und sagt:
„Jetzt kenne ich sogar deine Zimmernummer. Hähähä.“

Waaaaaaaaaaaaaaaaah! Aufgetaucht ist er glücklicherweise nie und mittlerweile bin ich ja sogar umgezogen.

 

Szene 3:
Vier Mädels befinden sich in einer stadtbekannten Eramsuskneipe/Salsabar und bestellen etwas zu Trinken an der Bar. Plötzlich nähert sich von links die männliche Hauptfigur dieser Situation und fragt:

  • „bist du Russin?“(An dieser Stelle kurz die Top 3 der Nationalitäten die man mir hier zuschreibt:   
    1. Engländerin, 2. Polin, 3. Schwedin). „Ich dachte vielleicht kommst du aus dem Osten, weil du blonde Haare hast“.
    Da sag ich doch mal Danke für’s Gespräch, gebe aber noch höflich Auskunft über meine tatsächliche und nichtslawische Herkunft. Er ist erstaunt und erzählt mir gleich die Story vom Pferd, dass sein Kumpel bei ner deutschen Firma arbeitet, die Maschinen herstellt. Was es nicht alles gibt auf der Welt.

  • Kurze Zeit später nähert sich der junge Mann abermals unserer Gruppe Mädchen an, diesmal bereits eher torkelnd. Im Schlepptau einen verschämt dreinguckenden Typen. Den will er uns zwei Deutschen jetzt schmackhaft machen. Und wer kann bei folgenden Lobpreisungen wohl nicht widerstehen…..? 

  • „Mein Freund hier! Der war schon einmal in Deutschland! Ist das nicht cool?“

 

Szene 4:
Nun hört ihr meinen Lieblings-Anmachspruch. An alle männlichen Leser, müsst ihr unbedingt mal bei Gelegenheit mal ausprobieren:

Wir befinden uns im Grenobler Kneipenviertel um etwa 23 Uhr. Eine Gruppe Franzosen kommt auf mich zu und einer der Jogginghosenträger sagt im schönsten Englisch folgende Worte:

  • „Oh, ello! Ju are susch a butiful görl! I love jur air (er meinte natürlich HAIR). Du ju wont to ave sex wis mi?”


Szene 5:

Ein Sonntagsspaziergang mit offenen Haaren. Ich bin auf dem Campus, da nähert sich ein Kerl in lässigem Kleidungstil: Goldkette, babyblauer Jogginganzug, Lederjacke. Er überquert einen Rasen und seine zwei Freunde sitzen cool auf einem Geländer und verfolgen die Szene. Er geht lässig und ruft:

  • „Entschuldige bitte, hallo?“ Ich antworte mit „Oui? Bonjour.“

  • „Ach, du sprichst Französisch?“ 

  • „Weißt du, ich habe dich von Weitem gesehen und du hast sooooo schöne blonde Haare, da musste ich einfach herkommen und dich ansprechen“. (Mittlerweile ist er auch bei mir angekommen und ich muss sogar ein bisschen nach unten schauen, damit ich mich mit ihm unterhalten kann)

  • „Ach und jetzt sehe ich auch, dass du blaue Augen hast“ (blablabla)

  • „Aber nein. Ich habe das noch nie zu einem Mädchen gesagt!“

  • „Du möchtest doch bestimmt, dass ich dich nach Hause begleite?“ – natürlich möchte ich das NICHT!

  • „Aber heute Nachmittag könnte ich dich besuchen.“

  • „Und was ist mit heute Abend?“

  • „Ach, willst du mich nicht kennen lernen? Du brauchst doch Freunde in Frankreich.“

  • „Weißt du, man kann nicht nur mit Studenten befreundet sein. Man muss auch richtige Franzosen kennen lernen. So wie mich und meine Kumpels.“

Diese Weisheit hat mich wirklich noch eine Weile beschäftigt, im Endeffekt aber nur rund zehn Minuten, denn dann ereignete sich …

Szene 6:
Dieser Zeitgenosse schoss den Vogel ab. Ich spaziere noch immer über den Campus und werde von einem Radfahrer beobachtet, er nähert sich langsam und mir ist bereits klar, der Depp spricht mich bestimmt gleich an – tada, da ging’s auch schon los:

Frage 1: „Entschuldigung, weißt du, wo ich eine Apotheke finde?“

Nett wir ich bin erkläre ich ihm ungefähr dreimal wo er hin muss (mir schien er etwas schwer von Begriff), bis sich sein eigentliches „Interesse“ mit folgendem Geständnis offenbart:

„Ja, also eigentlich suche ich ganz dringend Kondome.“

Aha. Soso. Das „Gespräch“, dass sich hieraus ergab (allerdings auch nur deshalb, weil der Typ einfach immer weiter auf seinem Scheißrad neben mir hergefahren ist und ohne Luft zu holen geredet hat), eröffnete mir einen reichhaltigen Schatz männlicher Intelligenz. Hier die Highlights aus fünf Minuten Vortrag über den richtigen Umgang mit Frauen und Geständnissen aus dem Leben eines armen Würstchens:

  • „Mit Frauen ist das ganz einfach: Du gehst am besten in ein Pub, gibst ein oder zwei Getränke aus und schon kannst du sie mit nach Hause nehmen.“

  • (Achtung nur 2 Minuten später kommt der Gegenbeweis für diese unschlagbare Taktik): „Ich habe seit 2 Monaten nicht mehr Liebe gemacht.“ (er hat wirklich immer „faire l’amour“ gesagt.)

  • „Weißt du, Liebe machen ist eigentlich ganz schön“

  • „Ich bin sehr gut im Liebe machen“

  • „Ich könnte doch ein Abenteuer für dich sein“

  • „Irgendwann wird es dir leid tun, dass du nicht mit mir Liebe gemacht hast. Ich bin wirklich ganz toll.“

  • „Hast du gewusst, das Sex gesund ist?“

    Nun kommen wir zum Offenbarungsmonolog in diesem Einmannstück:

„Weißt du, ich habe in den letzten Tagen über 1000 Euro in Grenoble ausgegeben. Ich habe den Mädchen Cocktails bezahlt und manchen auch Geschenke gemacht. Das mögen Frauen gerne und dann ist das alles ganz einfach.“ (Ich erinnere noch einmal an Gegenbeweis in Zitat 2).

Nun bin ich endgültigst vollstens obergenervt, habe sämtliche mir mögliche Ironie auf Französisch eingesetzt, ihn bemitleidet und ihm hundert mal gesagt, dass er sich verziehen soll. Zum Schluss noch einmal mit Nachdruck im Imperativ. Dann das Unfassbare:

  • „Ich gebe dir auch 500 Euro.“
    bitte????? plus ziemlich entgleister Gesichtsausdruck meinerseits.

  • „Ja, erstens kannst du dann mit mir Liebe machen und zweitens deine Miete bezahlen.“

Danach ist er nach kurzer Standpauke endlich abgezischt. Unglaublich, aber eine wahre Geschichte – nur eine unter vielen.

die welt ist ungerecht

Posted On Dezember 11, 2008

Gespeichert unter Uncategorized

Comments Dropped eine Antwort

Eigentlich sollte ich jetzt auf der Skipiste stehen und den Berg hinuntersausen.

Eigentlich bin ich dafür auch schon um 6.30 Uhr aufgestanden.

Eigentlich sollten wir um 8.05 Uhr im Bus sitzen und Richtung Skigebiet tuckern.

Eigentlich wollte ich heute coole Winterbilder machen.

Eigentlich hätte es richtig lustig werden können.

Eigentlich macht es doch gar keinen Sinn, dass man einen Fahrplan für den Linienbus herausgibt, wenn er noch nicht gültig ist.

Eigentlich macht es auch keinen Sinn, dass man im anderen Skigebiet eine Aktionswoche macht und dann kein Bus hinfährt.

Eigentlich ist das alles ganz schön unfair.

Eigentlich könnte ich den gewonnenen Tag ja nutzen, um zu lernen…

die welt ist weiß

Posted On Dezember 10, 2008

Gespeichert unter Uncategorized

Comments Dropped eine Antwort hinterlassen

Endlich ist der Schnee auch in Grenoble selbst angekommen. Bis gestern hatte es nur ein einziges Mal geschneit, doch so richtig lang blieb die weiße Decke nicht liegen. Seit heute Nacht rieseln aber dicke Flocken vom Himmel und hüllen alles in wunderschönes Weiß. Okay, man muss auch zugeben, dass es nur schön aussieht, denn wenn man einen Schritt nach draussen macht, dann findet man sich schnell in einer ziemlichen Schneepampe wieder. Ich find’s trotzdem toll.

Wie viele von uns, so freu ich mich jedes Jahr wie ein kleines Kind über den ersten Schnee, doch dieses Mal freut mich noch etwas ganz anderes: Es ist einfach so faszinierend und schön unsere Austauschstudenten aus Singapur oder Südamerika zu beobachten, wie sie ganz fasziniert und wie die kleinen Kinder auf der Wiese und den Wegen herumtollen, denn viele von ihnen sehen zum ersten Mal in ihrem Leben echten Schnee. Einfach unglaublich. Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Umso schöner ist es, dass sich die Leute teilweise sogar schon auf die Skier gestellt haben und versucht haben das neue Element im Skikurs zu bezwingen.

Das habe ich übrigens auch schon. Nach zwei, drei Stunden Pflug ging’s dann auch schon wieder etwas fixer den Berg hinunter. Und natürlich ist mir nach dem Kurs nichts Blöderes eingefallen, als mit zwei Snowboardern gaaaaaaaaanz nach oben (auf 2800 oder noch höher, keine Ahnung) zu fahren, um mich dann auf einer Tiefschneepiste wiederzufinden. Zur Krönung des Ganzen hat es geschneit wie blöd und ich hatte natürlich nur ne Sonnenbrille dabei. Blind und in Abständen von zehn Metern umfallend, habe ich dann versucht lebend die Piste hinunterzukommen. Hat auch funktioniert. Allerdings sind meine Beine immer noch voller blauer Flecken und danach war ich echt im Eimer.

Somit bleibe ich lieber noch ein bisschen auf den einfachen Pisten und werde dann erst mit Anja die schwarzen Abfahrten unsicher machen (kleiner Scherz, keine Sorge). Zumindest hab ich mir jetzt eine Skibrille zugelegt, damit ich wenigstens sehend der Gefahr ins Auge blicken kann. Morgen geht es wieder los! Juhu. Auf Fotos müsst ihr leider noch ein bisschen warten, da ich mich noch nicht traue meine heißgeliebte Kamera mitzunehmen. Eins kann ich euch aber schon verraten: Die Berge sind der Wahnsinn, wunderschön, hoch und über und über bedeckt mit Schnee.

still alive and back to it

Posted On Dezember 7, 2008

Gespeichert unter Uncategorized

Comments Dropped eine Antwort hinterlassen

 Manchmal hat auch das Nadinchen ein Tief – und ganz manchmal ist das Tief ziemlich tief, groß, scheinbar unendlich und gepaart mit richtigem Heimweh. Aber nach zwei Wochen Erasmus-Uni-Frankreich-Depression ist, glaube ich, alles überstanden und ich bin wieder da! Natürlich muss ich nach so langer Abwesenheit erklären, was denn hier so alles vorgefallen ist. Wie man das so macht, zuerst einmal die bad-news, um das Chaos in dem ich versunken bin in möglichst großer (aber nicht annähernd tatsächlicher) Deutlichkeit zu präsentieren:

  • ich habe geschlagene zweimal mein Handy vergessen/verloren. Klugerweise genau nachdem ich das Ding für den Rest meines Aufenthalts aufgeladen habe.

  • Ich habe meine Mensakarte auf meinem Essenstablett liegen lassen – nachdem ich sie eine halbe Stunde vorher mit 30 Euro aufgeladen habe.

  • Das Administrationsmonster ist wieder aufgetaucht! Ich musste tatsächlich nun auch noch persönlich in so einem Amt antanzen, da mein Antrag bisher noch nicht bearbeitet werden konnte. Das lag daran, dass ich – aufgepasst und mitgelacht – die Kopien meiner Originalunterlagen, die mir in Kopie zugeschickt wurden, nicht wieder an die Familienkasse zurückgeschickt habe. Das noch Lustigere daran ist, dass ich die Kopien dann dort abgegeben habe und mir die Tussi/Sachbearbeiterin gesagt hat, dass das jetzt noch eingescannt werden muss und danach als Ausdruck bearbeitet werden kann. Wer das kapiert, den beglückwünsche ich hiermit herzlichst. Dieser Mist hat mich übrigens nen kompletten Tag und den letzten Rest meiner guten Laune gekostet.

  • Infolge dieses Bürokratiefiaskos habe ich natürlich immer noch keinen Mietzuschuss bekommen. Da „die“ (wer immer das auch sein mag) das aber nicht auf mein Konto überweisen können, werde ich wohl die Zeit bis zum Semesterstart in Erfurt damit zubringen, die Verwaltung des Wohnheims anzubetteln mein Geld rauszurücken.

  • Ach nein. Die Zeit bis zum Semesterstart in Erfurt werde ich ja damit zubringen mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wie ich meine Prüfungsleistungen erfüllen kann. Ich kann nämlich meinen Englisch-B2-Test nicht im Sommersemester ablegen. Großes Kino; vor allem, da die einzig doch noch möglichen Prüfungstermine an zwei aufeinander folgenden Montagen im Februar sind – da hab ich aber a) Praktikum und b) keine Lust zwei Wochenenden im Zug zu verbringen und danach noch nen leeren Geldbeutel (volle Möhre sogar, wie Angela sagen würde). Allerdings wäre das immer noch billiger als ein Toeffltest. Näääääääääääääääh!

  • Männer! Also Kinders, was mir hier alles passiert ist unglaublich. Wenn ich mal Zeit habe, dann schreibe ich ein Buch über „Männer“ in baby-blauen Jogginghosen, Typen, die einem 500 Euro andrehen wollen für „faire l’amour“ (halloooo???) oder mich erst für eine Engländerin halten, um mir im nächsten Atemzug zu erzählen: „Achso, ja, ich liebe alle deutschen Mädchen“ (Zitat eines mindestens 100-jährigen französischen Salseros). Das diese Typen es weder checken, wenn man sie ignoriert, anblafft oder mir Ironie konfrontiert, macht das alles noch nerviger – beziehungsweise für Zuschauer/Zuhörer noch lustiger. Ich sag euch eines, wenn ich nicht absolut wüsste, was mir hier für Dinge passieren – ich würd’s selbst nicht glauben. Vielleicht sollte ich einmal einen meiner Einträge dem gestörten Verhalten männlicher französischer Obermachos widmen…

  • Klausuren! Und dabei hab ich doch überhaupt keine Lust mich hinter die Bücher zu klemmen.

  • Der Uni-Waschsalon ist blöd und hat meine beiden Wintermäntel verunstaltet. Ab sofort wähle ich also zwischen einem schiefen schwarzen Mantel oder einer Jacke mit verwurschtelltem (nicht echtem) Pelzkragen.

  • Bei dem ganzen Stress und Nervkram bin ich noch gar nicht zum Weihnachtsgeschenke einkaufen gekommen. Owei! Wenigstens steht schon alles auf nem Zettel und muss nur noch gefunden werden.

  • Um das Ganze abzurunden durfte ich mich mal wieder mit Erkältung, Fieber, Muskelkater und anderen Wehwehchen herumschlagen. Ein kleiner Tipp am Rande an alle Wintersportfans: Mit Erkältung und Fieber lieber nicht auf die Skipiste, da ist man danach erst einmal todkrank.

Aber auf Regen folgt ja immer Sonnenschein (obwohl’s mir gerade eher so scheint, als ob in Grenoble auf Schnee nur Regen und Matsch folgt…) und deswegen gibt’s natürlich Entwarnung. Ich habe keine Erasmus-Depression (mehr), finde Frankreich (wieder) super und erfreue mich (endlich wieder) bester Gesundheit. Und somit ist die gute Laune zurück wo sie hingehört. Und alles andere hat sich, zumindest meist, auch wieder geregelt:

  • mein Handy ist beide Male wieder aufgetaucht

  • meine Karte für die Mensa wurde nach einer Woche auch gefunden

  • die ersten beiden Klausuren sind super gelaufen und meine Hausarbeit habe ich auch relativ gut (gemessen am zeitlichen Aufwand) hinter mich gebracht

  • natürlich sehe ich immer noch umwerfend in meinen Wintermänteln aus

  • die Skisaison hat begonnen!

  • Hier gibt’s so liebe Leute, die mir ans Herz gewachsen sind und die einen immer wieder auf andere Gedanken bringen können.

  • Und als Zuckerl oben drauf gab’s auch noch ein neues Zimmer. Zwar auch im Condillac, dafür aber mit funktionierender (regelbarer!!!) Heizung, einem nicht zerstörten Boden und warmen Wasser. Sogar beide Fenster lassen sich öffnen und die Etagenduschen haben Kleiderhaken. Man könnte also fast schon von Luxus sprechen (oder war es eher Normalität?). Die Sicherung springt aber immer noch raus, wenn ich mir länger als eine Minute am Stück die Haare föhne.

Zurück im richtigen Leben werde ich mich die nächsten Tage auf die Weihnachtseinkäufe konzentrieren, die Skipisten unsicher machen, bei Zeiten auch mal einen Blick in die Bücher werfen und euch natürlich wieder regelmäßig auf dem Laufenden halten.

PS: Dank der Vorfreude auf die Besuche von Anja, Anna, Angela und Lukas in den Ferien gibt’s zumindest Lichtblicke in meiner Wohnheimhölle. Ich freu mich auf euch! Und Mamas SMS und Anrufe waren auch ein Segen. Ich hab euch lieb!

PPS: Das war eine Ode an die Paranthese

beaujolais mach kopfweh

Posted On November 21, 2008

Gespeichert unter Uncategorized

Comments Dropped eine Antwort hinterlassen

Dieser schlechte Reim zeigt eindeutig, dass ich unter derbsten Schlafmangel leide. Der begründet sich zum einen durch Fleiß, weil ich die ganze Woche immer vorbildlich gearbeitet habe, desweiteren durch unerklärbare Schlafstörung und außerdem durch abendliche Freizeitgestaltung. So über den Daumen gepeilt würde ich sagen, dass ich die letzten fünf Tage durchschnittlich um die vier Stunden oder weniger pro Nacht geschlafen habe. Mein Colakonsum ist also wieder auf dem Höchststand und die Augenringe wieder da. Willkommen am Semesterende.

Feiern kann/muss man natürlich trotzdem. Gestern zum Beispiel die Ankunft des Beaujolais Nouveaux. Bei demselbigen handelt es sich um den ersten Wein des Jahres, den man aber eigentlich auch gleich wieder in den Keller räumen könnte. Tut man aber nicht. Stattdessen gab es gestern in der Mensa Beaujolais à volonté et gratuit – zu deutsch: all you can drink - beaujolais-flatrate for free! Naja, somit wurde also bereits um 12 Uhr mit der Begrüßung des eher schlechten als rechten Tröpfchens begonnen. Santé!

Abends gab’s natürlich noch einmal überall und partout Beaujolais, juche! Dieser Rotwein lockt hier richtig die Leute auf die Straße. Da die sich dann gerne mal ne Flasche an den Kopf schmeißen oder einfach so rumrandalieren, gibt es ganz viele Polizisten, die mit dem Schlagstock spazieren gehen. Letztes Jahr gab es anscheinend sogar Einsatz von Tränengas in Grenoble. Nur gut, dass ich diese Infos alle erst bekommen habe, als ich schon längst in einer überfüllten Bar angekommen bin. Nach weiterem Genuss von Wein wurde ich natürlich neugierig und hab auf dem Fußmarsch nach Hause einen Polizisten angequatscht und mir das noch einmal genau erklären lassen.

Nach diesen Infos war ich umso glücklicher, dass wir irgendwann nach über einer Stunde zu Fuß lebendig im Wohnheim angekommen sind. Vor einigen Jahren gab es beim Fête für diesen Fusel sogar Randalen und Auseinandersetzungen mit Todesfällen. Ist ja wirklich entzückend. Dieses Jahr war aber alle wohl ganz geregelt. Nur ein Haufen Müll, zerbrochenes Glas, besoffene und pöbelnde Franzosen. Das nächste Mal geh ich dann doch lieber wieder auf die Wies’n. Prost!

das prüfungs-szenario

Posted On November 19, 2008

Gespeichert unter Uncategorized

Comments Dropped eine Antwort hinterlassen

Gestern hatte ich ein Referat. An sich lief es ganz gut. Doch das Thema war eher unspannend, doch umso interessanter die Geschichte, wie es dazu kam:

Das erste Treffen zur Vorbesprechung fand bereits im Oktober statt. Über vier Wochen vor dem Referatstermin – man kann ein solches Ereignis in Frankreich fast als Wunder ansehen. Die Aufgaben wurden verteilt, die Bücher ausgeliehen und so konnte jeder für sich an seinem Teil herumwerkeln.

Doch so schön wie alles begonnen hatte; am Ende war es dann doch katastrophal. Zusammengebastelt sollte das ganze am Vortag des Referats werden. Treffpunkt 14 Uhr Bibliothek. 15.30 Uhr saß ich da noch immer alleine und habe gewartet. Dann wütend bei meinem französischen Referatspartner angerufen, zwei Mal auf die Mailbox gesprochen, zwei SMS geschickt. Keine Antwort.

Den Abend habe ich dann damit verbracht noch eine eigene Powerpoint zu erstellen ( was mein Kollege ja eigentlich übernommen hatte). Nach eher schlafloser Nacht folgten am Morgen des Prüfungstags weitere unbeantwortete Anrufe. Dann um 10 Uhr endlich ein Lebenszeichen via SMS: 11.30 Uhr, Bibliothek.

Somit hatte ich noch 1,5 Stunden, um mir zu überlegen, wie ich den Typen auf Französisch zur Schnecke machen kann. Aber dann kam die Hammer-Entschuldigung: Er war krank. Aha. Die Wut im Bauch wurde auch nicht kleiner durch folgende Informationen: Keine Powerpoint (gut, dass ich eine gemacht habe), kein Handout. Noch vier Stunden bis zum Vortrag.

Da mein Part bereits unter Dach und Fach war, konnte ich wenigstens in eine meiner zwei Vorlesungen gehen. Dort wartete ich auf die E-Mail mit der fertigen Powerpoint; drei Stunden lang. Dann fünf Minuten vor Kursbeginn ein *bling* und eine neue Nachricht. Enthalten: Eine um zwei Seiten längere Powerpoint.

Noch etwas mehr als eine Stunde bis zum Referat, der Kurs läuft bereits. Keine Spur vom Referatspartner, der musste noch schnell das Handout basteln (das ist wörtlich zu nehmen) und kopieren. Zwei Minuten vorm Referat: Kein Beamer, kein Kabel, kein Handout, kein Franzose. Panik.

Wie durch ein Wunder fängt das Referat dann doch an. In kompletter Besetzung, mit ungetackerten losen Blättern als Handout (ohne Definitionen). Ich rede wie ein TGV um alle Infos in zehn Minuten verklickern zu können (hier werden die 20 Minuten Referat noch mit der Stoppuhr kontrolliert). Durchatmen. Zweiter Teil. Mein Referatspartner hangelt sich durch ein kleine Notiz und ein Buch aus den 80er Jahren und benutzt recht häufig die Ausdrücke äh und ähm. Fantastisch. So läuft das hier in Frankreich.

halbzeitpfiff

Posted On November 17, 2008

Gespeichert unter Uncategorized

Comments Dropped eine Antwort hinterlassen

Die Zeit vergeht wie im Flug, jetzt bin ich schon seit über 2,5 Monaten in Frankreich und somit ist schon etwas mehr als die Hälfte meines Auslandssemesters vorbei. In den letzten Wochen habe ich schon sehr viel erlebt. Insgesamt 13 Städte bereist, das Meer gesehen, Freunde besucht und zum ersten Mal Paris erlebt. Ich habe Partys gefeiert, den Großteil meines freakigen Salsakurs überlebt, viele großartige Leute kennen gelernt und neue Freundschaften geschlossen.

Ich habe mich recht schnell hier eingelebt und zurechtgefunden, mit meinem kleinen Zimmerchen habe ich mich letztendlich auch angefreundet. Natürlich wurde auch sehr viel geshoppt in den vergangenen zwölf Wochen, weshalb ich mir vorgestern auch noch einmal neue Kleiderbügel bei IKEA kaufen musste. Glücklicherweise ist trotz der vielen Reisen, Einkaufstouren und Partys noch genug Geld übrig, um auch die kommenden Wochen noch richtig zu genießen.

Die Uni geht auch nur noch bis zum 5. Dezember, die ersten zwei Klausuren schreibe ich bereits am Vortag. Die restlichen Klausuren sind dann fast alle im Januar – somit wird der Dezember hier in Grenoble doch recht entspannt. Aber es stehen ja noch viele andere Dinge auf der To-Do-Liste: Am 29. November machen die Skipisten auf und ich werde gleich am ersten Skikurs teilnehmen, damit ich schnellstmöglich ganz elegant den Berg hinunterkurven kann. Außerdem hat sich für die Feiertage und Silvester schon viel hoher Besuch angekündigt (juhu!) auf den ich mich sehr freue. Für alle die es noch nicht wussten und jetzt vielleicht erstaunt sind: Ja, ich bleibe über Weihnachten und Silvester in Grenoble. Die Heimreise wird erst gegen Ende Januar angetreten.

Es ist schon schade, dass die Wochen hier nur so an einem vorbeisausen, denn es gefällt mir wirklich gut hier, auch wenn ich sagen muss, dass ich von der Uni ziemlich die Nase voll habe. Somit bin ich dann froh, wenn ich in Deutschland auch wieder arbeiten und ein bisschen Geld verdienen kann. Irgendwie ist so ein Erasmussemester halt doch eine Zwischenepisode, die einem eine kleine Auszeit vom „richtigen Leben“ beschert. Aber diese noch über zwei Monate andauernde Pause werde ich auch noch ordentlich ausnutzen. Es gibt noch viel zu sehen und zu erleben. Und man lernt auch immer wieder neue erstaunliche Fakten des französischen Alltags kennen, zum Beispiel, dass mein Deo hier statt 1,60 Euro gleich mal 3,49 Euro kostet.

 

so schmeckt der sommer – im november

Posted On November 14, 2008

Gespeichert unter Uncategorized

Comments Dropped 2 Antworten

Fünf Tage sind lang, da kann sehr viel passieren – besonders, wenn man quer an der Côte d’Azur entlang tingelt. Für einen leichteren Überblick ein kleines Reiselexikon, das natürlich nicht die Reihenfolge der Städte darlegt. Dafür aber hoffentlich unterhaltsam ist.

Avignon
Das letzte Ziel unserer Reise. Nachdem wir um 6 Uhr das Hotel verlassen haben und vier Stunden  in die mittelalterliche Stadt mit dem berühmten Papstpalast gefahren sind, hat uns erst einmal ein regnerischer Morgen empfangen. Aber die Sonne kam wieder und so konnte ich neben der Brücke von Avignon singen: „Sur le pont d’Avigon, l’on y danse, l’on y danse“. Auf der Brücke ging wegen des leeren Portemonnaies leider nicht.

Bus
Um in Monaco nicht die unendlich hohen Berge zu erklimmen gibt es in der ganzen Stadt Aufzüge und kostenlose Busse. Cool.

Cannes
Das war mal wieder hübsch! Sandstrand, Boote in allen Größen und Möwen. Außerdem ein schöner Sonnenuntergang, ein Pappaufsteller von Uma Thurmann sowie ein schöner Blick über’s Meer von oben. Leider war ich vom Palais de Festival etwas enttäuscht. Erstens gab es für mich keinen roten Teppich, zweitens ist er auch nicht besonders schön. Da könnten die Filmstars auch locker in die Augsburger Kongresshalle zum Festival kommen.

Desinsectication
Die habe ich leider verpasst. Im Wohnheim war der Kammerjäger unterwegs, während ich am Strand herumgehopst bin. Anscheinend gibt’s Tierchen im Condillac – wundert mich zwar nicht, aber die Gewissheit ist ja immer nicht so schön. Jetzt habe ich also nicht nur ein mickriges Wohnloch ohne Kühlschrank und Internet, sondern auch wohl das einzige Zimmer, das der Kakerlakenjäger nicht inspiziert hat. Bäh!

Essen
(geschönte Version)
40 Prozent Sandwich, 20 Prozent Pommes (meist im Sandwich), 20 Prozent Schokolade und anderer Süßkram, 5 Prozent asiatisch, 10 Prozent italienisch, 5 Prozent Döner.

Fernsehen
Unglaublich aber war: Ich war vier Tage im wirklichen Leben und konnte RTL schauen. Da fiel das Aufstehen um 8 Uhr doch gleich viel leichter, denn nur 30 Minuten später flimmert GZSZ über den Bildschirm.

Ganz sexy
sind die Tramansagen in Nizza. Da hat man wohl die Dame von der Hasseröder-Werbung eingeladen, um die Haltestellen einzusprechen.

Hotel
Kaum zu glauben, aber für 15 Euro pro Person gab es tatsächlich ein echtes 2-Sterne-Hotel. Und sogar ein sehr hübsches. Mit Badewanne, TV, Klimaanlage und für 6 Euro mehr sogar ein leckeres und ausreichendes Frühstück.

Immer in Bewegung
Bis auf das Zug fahren, 20 Minuten Bus, drei Mal Aufzug und drei Mal Straßenbahn wurde an fünf Tagen alles gelaufen. Zusätzlich wurde ein flottes Tempo vorgegeben. Ich hab mich aber Pummelfee-like natürlich nicht hetzen lassen und gemütlich alle Wege zurückgelegt. Die Beine taten trotzdem jeden Abend weh.

Jogginghosen
liegen bei den jungen Männern voll im Trend. Am besten mit Hosen in den Socken und Kapuze auf dem Kopf. Gut, dass man sich da schnell anpassen kann. Fast überall gibt es (Designer-)Läden mit schicken Sportanzügen, auch für die bewegungsfreudige Frau –  in dem Trendfarben Gold, Pink und Grün.

Kunst
Natürlich geht’s ja nicht ohne Kultur. Also standen das Chagall- Museum und das Museum für Moderne Kunst auf dem Programm. Einfach super! Und dann gab es gleich noch einen ganzen Raum nur für Yves Klein! Ein Träumchen!

Lost in translation
Sehr geehrte Kunden,
wenn Sie wünschen, Ihr Handtuch wieder zu verwenden, danke es zu lassen auf tragen Handtücher. Wenn Sie wünschen, ein sauberes Handtuch zu haben, danke, es dem Boden zu lassen.
Achtung!
Die befleckten Handtücher unheilbarer Art und Weise (Blut, Make-up, Wachsen, Teer…) von selben wie die fehlenden Handtücher lors Ihres Starts nach dem folgenden Tarif in Rechnung gestellt werden [...]. Danke für Ihr Verständnis.

Monaco
Erst mal habe ich gelernt, dass man Monaco nur mit einem C schreibt. Derweil könnten die sich locker zwei leisten, soviel Geld wie die haben. Eine Dreizimmerwohnung kostet 20 000 Euro – im Monat. Außerdem gab’s dicke Autos, dicke Schiffe und dicke Männer.

Nizza
War unser zentraler Dreh- und Angelpunkt. Leider war der Strand sehr steinig, das Meer dafür umso schöner.

Ohne Shopping
geht’s halt doch nicht so ganz. Trotz strenger Auflagen haben wir eingekauft, auch wenn es nur ein paar Postkarten und Leckereien waren.

Pech
Bei der Ankunft durfte ich erst einmal feststellen, dass sich meine Shampoo-Flasche in meinem Rucksack entleert hat. Zum Glück ist alles ganz und nun duftet es immer schön nach Pfirsich. Drei Tage später hab ich dann in den kleinen Rucksack meinen Weißwein gekippt. Der riecht also nun auch dementsprechend. 

Quasselstrippen
Bei drei Mädels eigentlich nicht verwunderlich, dass fast 24 Stunden ab Tag gequatscht und gelacht wurde.

Reiseroute
Grenoble – Cannes – Nizza – Monaco – Nizza – Cap-Ferrat – Avignon – Grenoble

Strand-Shooting
Schwimmen war uns doch zu riskant und zu kalt, aber da der Bikini ja in der Tasche war, konnte man wenigstens ein paar Fotos damit schießen. Adrienn und ich haben schick am Strand von Nizza posiert und sowohl Badebesucher als auch uns selbst sehr gut damit unterhalten.

Touristenbande
bestehend aus zwei deutschen GZSZ-Fans, einer stets frierende Ungarin und einem unter dem Gegacker von drei Mädels leidendes aber tapferes männliches deutsches Nordlicht.

Urlaub
Ist super schön, super anstrengend und super viel zu schnell vorbei.

Villa Ephrussi de Rothschild
Nach einer holprigen Busfahrt von 20 Minuten erreicht man von Nizza aus das Cap-Ferrat. Da gibt es eine sehr schöne Villa. In Auftrag gegeben von einer Baronesse, die Rosa liebte und deswegen sowohl ihr schmuckes Häuschen als auch ihren riesigen Park in diesen Farben gestaltete. Besonders schön war das mit klassischer Musik untermalte Wasserballet.

Wetter
1a mit 18-19 Grad und Sonne, jeden Tag! Nur die Heimfahrt und Avignon waren ein wenig verregnet.

Mit X gibt’s niX

Yippie yippie yeah!
Leider ließen sich meine Mitreisenden nicht von Deichkind begeistern. Schade. 

Zug
Insgesamt 801 Minuten bzw. 13,35 Stunden Fahrt für 69 Euro.

 

* Bilder von der Tour de France und der Reise an die Côte-d’Azur gibt es hier
http://picasaweb.google.com/die.weltentdeckerin/TourDeFrance

ab in den süden!

Posted On November 7, 2008

Gespeichert unter Uncategorized

Comments Dropped eine Antwort hinterlassen

Das war ja mal ne aufregende Woche. Barack Obama ist neuer US-Präsident, in Hessen gibt es Neuwahlen und ich habe gestern zum ersten Mal tatsächlich etwas Richtiges in der Wohnheimküche gekocht. Ansonsten waren die Highlights der letzten Tage eher spärlich, denn wenn ich nicht gerade in der Bibliothek gesessen und über unverständlichen Büchern gebrütet habe, dann hab ich die Leute vollgejammert, wie es mich nervt, dass ich immer in der Bibliothek sitzen und über unverständlichen Büchern brüten muss.

Dafür habe ich schon fast über ein Drittel meiner Hausarbeit (spannend: Kommunalwahlen in Frankreich 2008, Untertitel: die Grünen im Wahlkampf…) geschafft. Außerdem nimmt mein Referat langsam Formen an, obwohl ich nicht so recht weiß, was ich da überhaupt zusammenschustere. Neben dieser allgemeinen Unidepression is aber alles supi. Zum Erheitern meinerseits war ich gestern einfach mal wieder am Grand Place – da kann man shoppen.

Jetzt sitze ich (wieder!) am Schreibtisch und lese uralte Bücher über Wahlverhalten. Diesmal aber sehr gut gelaunt, denn wenn ich heute fleißig bin und den Tag überstehe, dann habe ich mir auch meine nächste Reise verdient. Morgen zur frühen Stunde steig ich in den Zug (in Begleitung von drei Mitreisenden), um an die Côte d’Azur zu tuckern. Wetterbericht sieht schon mal gut aus: Sonne, 18 Grad. Und das für die kompletten fünf Tage, die wir zwischen Nizza und Monacco hin und her hüpfen werden.

An dieser Stelle dürfen jetzt alle ein bisschen neidisch werden und sich auf schöne Bilder aus dem Süden freuen. Und meine noch ausstehenden Fotos von der Tour de France gibt es, wenn ich vom Flanieren an der Strandpromenade zurück bin. Euch aber auch allen ein wunderschönes, partyreiches, erholsames, sonniges und möglichst langes Wochenende!

« Vorherige SeiteNächste Seite »
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.